Eilenburg

Strahlend präsentiert Bürgermeister Michael Merle die Urkunde für 20 Jahre Städtepartnerschaft, die ihm der ehemalige Bürgermeister von Eilenburg, Herbert Poltersdorf und der amtierende Bürgermeister, Hubertus Wacker, am 4.Oktober 2010 anlässlich eines beeindruckenden Festaktes „20 Jahre Deutsche Einheit“ in Eilenburg überreicht haben.

Strahlend präsentiert Bürgermeister Michael Merle die Urkunde für 20 Jahre Städtepartnerschaft, die ihm der ehemalige Bürgermeister von Eilenburg, Herbert Poltersdorf und der amtierende Bürgermeister, Hubertus Wacker, am 4.Oktober 2010 anlässlich eines beeindruckenden Festaktes „20 Jahre Deutsche Einheit“ in Eilenburg überreicht haben.

Mit unsrer Partnerstadt Eilenburg, konnten wir im Herbst 2010 das zwanzigjährige Jubiläum unserer freundschaftlichen Beziehungen feiern. Eigentlich entstand das Band der Freundschaft durch die Butzbacher Markuskirchengemeinde, die freundschaftliche Beziehungen zur sächsischen Gemeinde Wöllnau unterhielt. Das in der Nähe von Wöllnau gelegene Eilenburg ist wie Butzbach ein Mittelzentrum und passt in der Gewichtung zu uns. So wurden weit vor der Öffnung der Mauer Kontakte nach Eilenburg aufgenommen mit all den Erschwernissen, die die Teilung Deutschlands damals mit sich brachte.

Am 26. Oktober 1990 konnten der Bürgermeister Herbert Poltersdorf aus Eilenburg und der Butzbacher Bürgermeister Karl-Heinz Hoffmann dann den Partnerschaftsvertrag unterzeichnen. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit lag für viele Jahre zunächst im Bereich der Verwaltung. Heute mag sich das nüchtern anhören, betrachtet man dieses Thema aber vor dem geschichtlichen Hintergrund der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, zeigt sich, dass die kreativen Möglichkeiten, die ein Neuanfang birgt, auch viele Möglichkeiten des Miteinander und des Austauschens bieten. Heute ist Eilenburg eine Stadt mit ca. 17 000 Einwohnern. Die Muldestadt kam 2002 durch die Jahrhundertflut in die Schlagzeilen, da das gesamte Stadtzentrum überflutet war. Eine Katastrophe! Hilfsaktionen auch aus Butzbach – 50 000 Sandsäcke wurden in einer spontanen Nacht- und Nebelaktion nach Eilenburg gefahren und Butzbacher Vereine riefen zu Sach- und Geldspenden auf – stärkten unsere freundschaftlichen Beziehungen. Bei einem Stadtrundgang offenbaren sich auch heute noch dem Aufmerksamen die Zeichen dieser Vergangenheit, des alten Regimes und der Flutkatastrophe. Auf dem Eilenburger Markt Platz zieht das Rathaus, im Renaissancestil nach dem Krieg wieder aufgebaut, die Blicke auf sich. Von hier aus kann man wunderbar Erkundungstouren durch „die Muldestadt mit grünem Herzen“ starten. Vorbei am Heinzelmännchenbrunnen zum Gasthaus „Zum roten Hirsch“ sollte man seine Schritte lenken, denn in diesem geschichtsträchtigen Haus finden Sie nicht nur das Museum, sondern auch die Touristinformation untergebracht. Bis nach Leipzig ist es von hier auch nur ein Katzensprung (20 Kilometer) und Kulturhungrige kommen in jedem Falle auf ihre Kosten. Wir wünschen Ihnen, Spaß bei Ihren Entdeckungstouren und hoffen, dass Sie sich von der Herzlichkeit, dem Humor und der Scharfsinnigkeit unsrer Freunde ebenso anstecken lassen wie wir!

Artikel der Butzbacher Zeitung zum Thema “Luther Bibel”