Mai
11

Besuch in der Friedensschule in Monte Sole, Kontakt zur katholischen Gemeinde in Collecchio

Eine städtische Delegation besuchte unlängst die Friedensschule Monte Sole in Marzabotto und  die Partnerstadt Collecchio. Zweck der Reise war es zum einen,  die ca. 35 Kilometer südlich von Bologna gelegene Friedensschule kennenzulernen, die auch eines der Ziele des Schüleraustausches zwischen der Stadtschule /Butzbach und dem Istituto Guatelli/Collecchio war. Zum anderen wollte die Delegation den Kontakt zur katholischen Gemeinde in Collecchio aufbauen. Nach den Besuchen mit Pfarrer Eberhard Heinz und Pfarrgemeinderat Dietmar Gillmann  in Teplá, Eilenburg und Saint-Cyr –l´Ecole war dies der letzte noch ausstehende Besuch beim katholischen Pfarrer Don Guido in Collecchio. Weiterlesen »

Mrz
25

Amtsübergabe an Bürgermeister Paolo Bianchi?

Auf dem Chefsessel im Butzbacher Rathaus sitzt ganz offenbar ein neuer strahlender Bürgermeister, Paolo Bianchi, aus der Partnerstadt Collecchio.
Bei diesem  Probesitzen des italienischen Kollegen zeigte  sich  auch Bürgermeister Michael Merle in bester Laune, denn selten füllten so viele Gäste bei bester Stimmung und mit so viel Interesse, Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit das Büro des Bürgermeisters.
Anlass zur Besichtigung des Rathauses war der Besuch der Freunde aus Collecchio, die mit 39 Personen zum Faselmarktwochenende angereist waren, um  die Tanzveranstaltung im Bürgerhaus „International Folkdance together- United in Diversity“ kreative mitzugestalten.
Das Begleitprogramm für den Aufenthalt umfasste den Besuch von Frankfurt, das immer ein Magnet ist, einen Rundgang in Butzbach mit der Besichtigung des Rathauses und des Dachgeschosses des Solmser Schlosses, das als nationale bedeutsames Kulturdenkmal den Gästen präsentiert werden konnte. Ganz in seinem Element als Botschafter der europäischen Idee zeigte sich Paolo Bianchi, der nicht nur die Völkerverständigung und den Einsatz für ein friedliches Miteinander hochhielt, sondern auch auf die Gründung und Entwicklung Hessens in der Nachkriegszeit einging.

Amtsübergabe an Bürgermeister Paolo Bianchi? Auf dem Chefsessel im Butzbacher Rathaus sitzt ganz offenbar ein neuer strahlender Bürgermeister, Paolo Bianchi, aus der Partnerstadt Collecchio.  Bei diesem  Probesitzen des italienischen Kollegen zeigte  sich  auch Bürgermeister Michael Merle in bester Laune, denn selten füllten so viele Gäste bei bester Stimmung und mit so viel Interesse, Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit das Büro des Bürgermeisters. Anlass zur Besichtigung des Rathauses war der Besuch der Freunde aus Collecchio, die mit 39 Personen zum Faselmarktwochenende angereist waren, um  die Tanzveranstaltung im Bürgerhaus „International Folkdance together- United in Diversity“ kreative mitzugestalten.Das Begleitprogramm für den Aufenthalt umfasste den Besuch von Frankfurt, das immer ein Magnet ist, einen Rundgang in Butzbach mit der Besichtigung des Rathauses und des Dachgeschosses des Solmser Schlosses, das als nationale bedeutsames Kulturdenkmal den Gästen präsentiert werden konnte. Ganz in seinem Element als Botschafter der europäischen Idee zeigte sich Paolo Bianchi, der nicht nur die Völkerverständigung und den Einsatz für ein friedliches Miteinander hochhielt, sondern auch auf die Gründung und Entwicklung Hessens in der Nachkriegszeit einging.

Mrz
25

Butzbacher Delegation nimmt Kontakt zur katholischen Gemeinde in Saint-Cyr auf

Anfang März besuchte eine städtische Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Michael Merle die französische Partnerstadt Saint-Cyr-l’Ecole. Neben Vertretern von Magistrat und Stadtverwaltung nahmen auch Pfarrer Eberhard Heinz und Dietmar Gillmann von der katholischen Gottfrieds-Gemeinde an der Fahrt teil. Das Ziel der Delegationsmitglieder war es, Kontakte zur französischen katholischen Gemeinde Saint Julitte in der Partnerstadt aufzunehmen. Weiterlesen »

Mrz
07

Internationaler Folktanz mit den Tanznomaden und Gästen aus Collecchio und Friedberg

Unter der Überschrift „International Folkdance together – United in diversity“ werden vier Tanzgruppen aus der Wetterau und Italien zeigen, dass Tanzspaß keine Grenzen kennt und Lust und Freude an rhythmischer Bewegung international ist.

Am Samstag, den 10. März laden die Stadt und der Städtepartnerschaftsverein Butzbach ab 20.00 Uhr in das Bürgerhaus Butzbach in der Gutenbergstraße ein. Die italienische Gruppe „Terra die Danza“ und die Butzbacher Tanzgruppe der „Tanznomaden“ des TSV, sowie die beiden Friedberger Gruppen der „Open House Dancers“ und der „Colorado Ranchers/ Heritage Dancers“ werden das Publikum nicht nur durch Ihre Vorführungen begeistern, sondern auch zum Mitmachen anregen. Bei Folkdance, Line und Country Dance ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein Eintritt wird nicht erhoben.

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Mrz
06

Das Erbe der Gewalt: Europa und der Erste Weltkrieg

Am Donnerstag, den 22. Februar laden die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Stadt Butzbach und der Städtepartnerschaftsverein Butzbach e.V. zur Multimediapräsentation „Europa und der 1. Weltkrieg“ um 10.30 Uhr ins Bürgerhaus Butzbach in der Gutenbergstraße ein.

1914 stürzt der Erste Weltkrieg den gesamten europäischen Kontinent in den Abgrund. Während die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts ihren Lauf nimmt, hinterlassen sechs deutsche Soldaten in der Nähe von Verdun eine beeindruckende Friedensbotschaft, die erst 1981 wiedergefunden wird. In einem dramatischen Appell rufen die Soldaten die kommenden Generationen zum Frieden auf und skizzieren die Utopie eines geeinten Europas.

In seiner live moderierten Präsentation lässt Ingo Espenschied eines der berührendsten Friedenszeugnisse des Ersten Weltkrieges lebendig werden. Er zeigt, dass das Erbe der Gewalt vor allem in der Schaffung einer friedlichen Zukunft liegt und aus der Katastrophe zweier Weltkriege das Versöhnungswerk eines geeinten Europas erwuchs.

Ingo Espenschied hat in Mainz, Paris und London studiert. Unter der Leitung von Professor Henri Ménudier an der Sorbonne in Paris hat er seine Diplomarbeit (D.E.A.) über die deutsch-französische Gipfeldiplomatie seit 1963 abgeschlossen. Heute arbeitet er als freier Vortragsreferent und Multimediaproduzent in der Nähe von Mainz. Der Vortragsprofi Espenschied ist mittlerweile in Butzbach bekannt, da er immer wieder multimediale Schauen zu historischen europäischen Themen anbietet. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Aus Anlass des Gedenkens an das Ende des 1. Weltkrieges vor circa 100 Jahren referiert der Diplompolitologe Ingo Espenschied über Verdun und die Folgen, sowie eine beindruckende und berührende Friedensbotschaft.

Mrz
06

Spaß, Freude und Kennenlernen beim Tanzen

Internationaler Folktanz mit Gästen aus Collecchio und den Tanznomaden aus Butzbach

Am Samstag, den 10. März laden die Stadt und der Städtepartnerschaftsverein Butzbach ab 20.00 Uhr in das Bürgerhaus Butzbach in der Gutenbergstraße ein. Unter der Überschrift „International Folkdance together – United in diversity“ werden die Gruppen „Terra di Danza“ aus Collecchio und die „Tanznomaden“ des TSV Butzbach internationale Folktänze vorführen und das Publikum nicht nur als Zuschauer begeistern, sondern auch zum Mitmachen anregen. Aus Friedberg kommen die „Open House Dancers“ und die „Colorado Ranchers“ und werden einen ganz besonderen Akzent setzen mit Tänzen aus dem Bereich des Country- und Western-Ttanzes. Die „Colorado Ranchers“ mit Ihrer Abteilung „Heritage Dancers“ werden mit ihrem Schwerpunkt auf „Traditional/ Oldstyle“ für eine Überraschung sorgen.
Es werden sowohl von der Gruppe „Terra die Danza“ wie auch von den „Tanznomaden“ Folk-Tänze aus einer Vielzahl verschiedener europäischer und außereuropäischer Länder getanzt, im Kreis, in Ketten, als Gassentänze, als Paartänze und Mixer. In jedem Land wird anders getanzt, die Vielfalt gerade der europäischen Tänze spiegelt sich wider. Viele Tänze kommen vom Balkan, aus Russland, Griechenland oder England. Mitmachen kann jeder.

„Terra di Danza“ und die „Tanznomaden“ vom TSV Butzbach, unter der Leitung von Elisabetta Sacchi, der charmanten Gattin des Collecchieser Bürgermeisters Paolo Bianchi, und Lis Breuer-Glasner vom TSV Butzbach, teilen zwar nicht dieselbe Sprache, aber die dieselbe Leidenschaft für den Tanz. Elisabetta Saccchi sagte im Gespräch mit der Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau, „der Körper ist in Bewegung, die Sinne sind stimuliert und die Seele schwingt. Diese unkomplizierten Tänze für jeden machen einfach Spaß und Freude.“
„Für mich zählen Tanzen, Singen und Musik zu den Urbedürfnissen des Menschen. Egal, auf welche Art wir die Musik (er)leben: sie trägt uns, sie beschwingt uns, sie bringt uns zusammen, sie beflügelt uns. Daher geht es für mich auch in unserem Tanzkreis nicht um Perfektion, nicht um strenges Einüben der Regeln, sondern es geht in erster Linie darum, gemeinsam die Freude am Tanz und an der Musik zu erleben. Ich wünsche mir, dass die Menschen sich dabei wohlfühlen und dass es ihnen Spaß macht. Darum darf bei mir auch viel gelacht werden,“ so Lis Breuer-Glasner.
Die italienische Tanzgruppe aus Collecchio kommt auf Einladung des Bürgermeisters Michael Merle nach Butzbach und ist Anlass zu diesem Erlebnisabend. Bei seinen Besuchen in Collecchio hat Michael Merle „Terra di Danza“ bei der Mitgestaltung der Volksfeste gesehen und erlebt, wie viel Fröhlichkeit dieses Miteinander bewirkt. „In der Städtepartnerschaft wollen wir Brücken bauen zwischen unseren Städten, und das haben wir schon in vielfacher Hinsicht getan mit den Schulen, im Austausch über historische Ereignisse, über die Musikgruppen, und nun haben wir hier einen schönen Ansatz über den Tanz. Das ist in bestem Sinne integrativ.- Elisabetta Sacchi hat viele neue Collecchieser zu diesem Besuch in Butzbach bewegen können. Das ist ein Grund zur Freude, denn unsere Partnerschaft wächst,“ so Michael Merle.
Der Einlass ins Bürgerhaus wird am 10. März ab 19.30 Uhr sein, ein Eintritt wird nicht erhoben.

Die Gruppe „Terra die Danza“ aus Collecchio - hier im Bild – will zusammen mit den Gruppen der „Tanznomaden“ vom TSV Butzbach, den „Colorado Ranchers“ und den „Open House Dancers“ zum Mitmachen anregen.

Mrz
06

Delegation besucht Teplá und Eilenburg

Eine Delegation aus Mitgliedern des Magistrates, der Stadtverwaltung sowie des katholischen Pfarrgemeinderates Sankt Gottfried angeführt von Bürgermeister Michael Merle und Pfarrer Eberhard Heinz besuchte unlängst Teplà in Tschechien und die Partnerstadt Eilenburg.
Die Reise hatte den Abschied, des demnächst in Ruhestand gehenden Pfarrers Eberhard Heinz zum Anlass. Sein Wunsch ist es, die katholische Gemeinde St. Gottfried mit den katholischen Gemeinden der Partnerstädte zu verbinden. Die französische Partnerstadt Saint-Cyr-l’Ecole und Collecchio in Italien sind mehrheitlich katholisch geprägt. Teplá, für die die Stadt Butzbach die Patenschaft über die Vertriebenen seit 1954 angenommen hat, ist durch die Gründung des Prämonstratenser Stiftes ein besondere Anziehungspunkt. Eilenburg ist wie Butzbach mehrheitlich evangelisch.

Der Besuch beim Abt Filip Zdenek Lobkowicz im Prämonstratenser Stift Teplá war zunächst das besonderes Anliegen der Reisenden. In großer Runde mit dem Abt, mit Teplás Bürgermeister Karel Hermann und Vizebürgermeister Martin Klepal stellte Pfarrer Heinz die katholische Gemeinde Butzbach vor und betonte das Patronat des heiligen Gottfried von Cappenberg, der ebenfalls Prämonstratenser war und dessen Patronatsfest man erst am 13. Januar gefeiert habe. Im hiesigen nahegelegenen Kloster Ilbenstadt befinde sich das Grab des Gottfried von Cappenberg. Pfarrer Heinz berichtete weiter, dass im Zuge der Säkularisation nicht nur die Chorherren das Kloster Ilbenstadt verlassen mussten. Auch die wertvolle Schädelreliquie des heiligen Gottfried wurde 1806 an die Prämonstratenser Abtei in Prag übergeben. Erst 1911 gelang es, die kostbare Kopfreliquie des heiligen Gottfried mit Unterstützung des Mainzer Erzbischofes und mit dem Abt Gilbertus Helmer vom Stift Tepl wieder nach Ilbenstadt zurück zu bringen. Seit dieser Zeit wird auch der erste Sonntag im September im Gedenken an die Rückführung der Reliquie feierlich begangen.

Abt Lobkowicz berichtete auch während der Führung durch die Stiftskirche und -gebäude, dass das im 12. Jahrhundert gegründete traditionsreiche Stift Teplá wegen seiner zentralen Lage in Westböhmen immer wieder im Fokus wiederkehrender Kriege und Streitigkeiten gestanden hatte. Es wurde mehrfach geplündert und zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Als nach 1948 Kirche und Klöster in der Tschechoslowakei von den Kommunisten systematisch liquidiert wurden, fiel auch das Stift Teplá dem Klostersturm zum Opfer. Jahrzehntelang von der Armee als Kaserne genutzt, stand die Stiftgebäude nach 1978 leer und verfiel. Nach der politischen Wende wurde das Stift wieder dem Prämonstratenser Orden übergeben, nicht aber die enteigneten riesigen Ländereien. 1991 konnten die Ordensleute wieder ins Stift einziehen. Die Klosteranlage ist seitdem Schritt für Schritt aufwendig mit EU –Mitteln restauriert worden. Abt Lobkowizc lebt zur Zeit mit 6 Mitbrüdern in den historischen Räumlichkeiten.

Durch die Zeit unter den Kommunisten hat das katholische Gemeindeleben stark gelitten, die Zahl der Gläubigen ist sehr dezimiert. Vergleichbar ist es auch in der Pfarrgemeinde St. Ägidius in Teplá, wie die Gemeindevertreter berichteten. Abt Lobkowicz wurde von Bürgermeister Merle und Pfarrer Heinz zum nächsten geplanten Treffen mit den Freunden aus Teplá im April nach Wiesental eingeladen sowie auch zur Verabschiedung des Pfarrers im Juni.
Die Tepler Freunde hatten einen geführten Rundgang durch das nahegelegene Karlsbad arrangiert. Die Bezirkshauptstadt, an der Mündung des Flusses Teplá in die Eger gelegen, präsentierte sich mit interessantem historischen Hintergrund und internationalem Kurbetrieb.

Den Abschluss der Reise bildete der Besuch in Eilenburg, wo der katholische Pfarrer Ulrich Schade seine Gemeinde und Kirche St. Franziskus Xaverius vorstellte. Hier wurde eine ähnliche Situation vorgefunden wie in Tschechien. Die Gemeinde ist stark überaltert, umfasst ca. 400 Mitglieder und ist der großen Kreisstadt Delitzsch angeschlossen. Die kirchenfeindliche Zeit vor der Wende hat auch hier die Gemeinde völlig dezimiert. Umso mehr freute sich Pfarrer Schade über den Besuch und die Einladung nach Butzbach. Oberbürgermeister Ralf Scheler und seine Frau Ines empfingen den Kurzbesuch aus Butzbacher herzlich und luden zum Neujahrskonzert der Sächsischen Bläserphilharmonie mit dem Volkschor Eilenburg ein.

Die Mitglieder der Butzbacher Delegation mit v.l.n.r. in der ersten Reihe Bürgermeister Karel Hermann, Abt Lobkowicz, Pfarrer Heinz, Bürgermeister Merle, Stadtrat Michael Mentz. In der 2. Reihe die Organisatorin und Übersetzerin Karla Kunesova, Stadträtin Ilka Thum, vom Pfarrgemeinderat Renate Schwarzer, Christine Borchers-Fanslau, Vizebürgermeister Martin Klepal und ebenfalls von Pfarrgemeinderat Dietmar Gillmann.

In Teplá wurde die Butzbacher Delegation bei kühlen Temperaturen warmherzig empfangen. V.l.n.r.: Die Übersetzerin Karla Kunesova, Stadtrat Michael Mentz, Christine Borchers-Fanslau, Pfarrer Eberhard Heinz, Stadträtin Ilka Thum, Bürgermeister Michael Merle, Renate Schwarzer und Dietmar Gillmann vom katholischen Pfarrgemeinderat, Vizebürgermeister Martin Klepal und Bürgermeister Karel Hermann.

Mrz
06

Ausstellung im Museum Butzbach: Adenauer – De Gaulle / Wegbereiter deutsch französischer Freundschaft

Eine Französischklasse der Stadtschule unter der Leitung von Cornelia Bachus erarbeitete sich die Inhalte der Ausstellung „Adenauer-De Gaulle/ Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft“, die im Museum Butzbach noch bis zum 25. Februar zu sehen ist.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945, schien es unvorstellbar, dass Deutschland und Frankreich sich jemals aussöhnen könnten. Ein erstes privates Treffen zwischen Adenauer und de Gaulle fand 1958 auf de Gaulles Landsitz in Colombey-les-deux-Eglises statt. Beide Politiker lernten sich kennen und schätzten einander. Vier Jahre nach ihrem ersten Treffen machten beide Politiker Staatsbesuche im jeweiligen Nachbarland und lösten in der Bevölkerung so viel Begeisterung aus, dass es nun das Ziel beider war, die neue Freundschaft mit einem Vertrag zu festigen. Der Elysée –Vertrag wurde vor 55 Jahren unterzeichnet. Dieser Jahrhundertvertrag wie Historiker ihn heute bezeichnen wurde bis heute zur Grundlage für die dauerhafte Aussöhnung von Deutschen und Franzosen und die Grundlage des Friedens in Europa. Die Fondation Charles de Gaulle und die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, die in Zusammenarbeit diese Ausstellung erstellt haben geben einen Rückblick auf 50 Jahre gemeinsame Friedensarbeit auf den unterschiedlichsten Gebieten.
Das Museum ist täglich nachmittags von 14.00 bis 17.00m Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag zudem auch vormittags in der Zeit von 10.00-12.00 Uhr.

Nov
08

25 Jahre Partnerschaft Hessen – Emilia Romagna

Die Hessische Staatskanzlei lud ein

Mit der Unterzeichnung der Erklärung über eine gemeinsame Zusammenarbeit startete am 29. Juli 1992 die Partnerschaft zwischen dem Land Hessen und der Region Emilia- Romagna. Anlässlich des 25- jährigen Jubiläums lud die Hessische Staatskanzlei zu einem Festakt nach Kloster Eberbach ein. Die einleitenden Worte sprach die Hessische Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich. Sie begrüßte die Gäste aus 16  verschwisterten Städten und den beiden Partnerschaftskreisen. Sie freute sich, die Gäste an dem Ort begrüßen zu können, an dem der berühmte Roman des italienischen Erfolgsautors, Umberto Eco, „Der Name der Rose“ gedreht wurde. Die Delegation der italienischen Bürgermeister wurde angeführt vom Präsidenten der Emilia Romagna Stefano Bonaccini. Puttrich betonte, dass wir Europa brauchen, weil wir vieles nicht allein lösen könnten und kündigte eine engere Zusammenarbeit zum Thema Integration an. Vereinbart wurden Hospitationen und intensive Austausche zwischen den beiden Partnern. Landtagspräsident Norbert Kartmann betonte, dass man gemeinsam Nationalismus bekämpfen müsse, mit einem freudigen Lebensgefühl könne man Probleme lösen. Er gratulierte den Partnern zur „Silberhochzeit“. Alle Redner dankten den eingeladenen Bürgermeistern und den Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine für ihr Engagement und ermutigten die Anwesenden weiterhin die Partnerschaften so erfolgreich wie bisher mit Leben zu erfüllen.

Nov
08

Herzlichkeit, Heiterkeit und Freundschaft zwischen Butzbach und Teplá

Würdigung der weiter ausgebauten erfolgreichen Beziehungen

Mittlerweile schon zum dritten Mal waren Gäste aus Teplá zu Gast zum Katharinenmarkt. Im Mittelpunkt des Besuches stand die Vertiefung der Beziehungen zum Ortsteil Wiesental, wo sich in der Nachkriegszeit viele Vertriebenen ansiedeln konnten. (Die BZ berichtete)
Im Blick zurück lässt sich der Erfolg der Begegnung ermessen: 1946 erfolgte die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Tepl. Butzbach übernahm 1954 die Patenschaft über die Vertriebenen an Stadt und Stift Tepl.  Über viele Jahrzehnte war der Kontakt leidlich vorhanden und brach letztlich ab. 2013 wurde die völlige „Sendepause“ zwischen Teplá und Butzbach beendet, als vorsichtige Annäherungen vom tschechischen Teplá aus gesucht wurden und in Butzbach auf Wohlwollen und offene Ohren trafen. Vorsichtig fand eine Annäherung in kleinen Schritten statt.
Voraussetzung zum Miteinander ist und bleibt dabei die Auseinandersetzung mit der schweren Vergangenheit, die beide Seiten belastet. Trotz Bürgermeisterwechsel 2014 in Teplá, der für jede Stadt einen Einschnitt markiert, wurden die Bestrebungen zum Miteinander vom neuen Bürgermeister Karel Hermann mit viel Umsicht, Mut und Beherztheit weitergeführt. Die Bürgermeister in Butzbach und Teplá sowie auch die beteiligten Vereine zogen an einem Strang: Die Aufarbeitung der Geschichte war erfolgreich. 2015 sprach Museumsleiter Dr. Wolf im Museum vor Gästen aus Butzbach und Tschechien „Zu Teplá und Butzbach- Zur Geschichte der Heimatvertriebenen in alter und neuer Heimat“ und 2016 konnte der engagierte  und leidenschaftliche Tepler Amateurhistoriker Ludvic Polacek im Butzbacher Museum die Ausstellung „Geschichte des Tepler Landes in Fotos und Dokumente 1860-1960“ präsentieren.
Was für Jahrzehnte undenkbar schien, wurde möglich. Als eine Butzbacher Delegation Teplá 2016 besuchte, öffneten Tepler die Häuser, die einstmals Vertrieben verlassen mussten. Ein großer Schritt und eine große versöhnliche Geste. Über Jahrzehnte war ein mögliches Zusammentreffen immer mit viel Angst und Schmerz besetzt, ja gefürchtet  –auf beiden Seiten. Aber beide Seiten zeigten den guten Willen und wollten das Miteinander. Treffend formulierte es Bürgermeister Karel Hermann beim Besuch in Wiesental: „Als wir uns damals zum ersten Mal trafen, hat wohl niemand von uns geahnt, was in nur drei Jahren aus einer Begegnung nur einiger Vertreter von zwei Städten noch dazu Hunderte von Kilometern entfernt, hervorgehen kann…. Es ist wohl eine große Wahrheit, dass man das Unrecht zwischen Völkern und zwischen den einzelnen Menschen aufarbeiten und vergehen lassen muss. Nicht weil es vergessen werden sollte, eher umgekehrt, damit es verschmerzt werden kann. Wir hatten wohl viel Glück, genügend Zeit gehabt zu haben, wir leben in einem Teil der Welt, wo es schon über 70 Jahre Ruhe und Frieden gibt.“ Und weiter: „Es gibt auch Leute, die haben ihre Vorfahren auf beiden Seiten, zu denen gehört auch meine Familie. Ich möchte nicht zwischen meinen Großmüttern auswählen, ich habe sie beide lieb gehabt.“ In wunderbarem Einklang waren denn auch Bürgermeister Michael Merle, die Wiesentaler Ortsvorsteherin Sabine Rothermund, Ehrenortsvorsteher Horst Mauder und Hildrun Barthlme von Heimatkreis Tepl/ Petschau, Hans Möller vom Vereinsring Butzbach, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Christine Borchers-Fanslau und die Wiesentaler Gäste als Hermann schloss: „Ich denke, dass unter uns etwas geschehen ist, auf das wir stolz sein können….!  Als freundschaftliche Geste hatten auch Wiesentaler in ihre privaten Häuser eingeladen und  freuten sich über die herzliche Begegnung.

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