Nov
08

25 Jahre Partnerschaft Hessen – Emilia Romagna

Die Hessische Staatskanzlei lud ein

Mit der Unterzeichnung der Erklärung über eine gemeinsame Zusammenarbeit startete am 29. Juli 1992 die Partnerschaft zwischen dem Land Hessen und der Region Emilia- Romagna. Anlässlich des 25- jährigen Jubiläums lud die Hessische Staatskanzlei zu einem Festakt nach Kloster Eberbach ein. Die einleitenden Worte sprach die Hessische Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich. Sie begrüßte die Gäste aus 16  verschwisterten Städten und den beiden Partnerschaftskreisen. Sie freute sich, die Gäste an dem Ort begrüßen zu können, an dem der berühmte Roman des italienischen Erfolgsautors, Umberto Eco, „Der Name der Rose“ gedreht wurde. Die Delegation der italienischen Bürgermeister wurde angeführt vom Präsidenten der Emilia Romagna Stefano Bonaccini. Puttrich betonte, dass wir Europa brauchen, weil wir vieles nicht allein lösen könnten und kündigte eine engere Zusammenarbeit zum Thema Integration an. Vereinbart wurden Hospitationen und intensive Austausche zwischen den beiden Partnern. Landtagspräsident Norbert Kartmann betonte, dass man gemeinsam Nationalismus bekämpfen müsse, mit einem freudigen Lebensgefühl könne man Probleme lösen. Er gratulierte den Partnern zur „Silberhochzeit“. Alle Redner dankten den eingeladenen Bürgermeistern und den Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine für ihr Engagement und ermutigten die Anwesenden weiterhin die Partnerschaften so erfolgreich wie bisher mit Leben zu erfüllen.

Nov
08

Herzlichkeit, Heiterkeit und Freundschaft zwischen Butzbach und Teplá

Würdigung der weiter ausgebauten erfolgreichen Beziehungen

Mittlerweile schon zum dritten Mal waren Gäste aus Teplá zu Gast zum Katharinenmarkt. Im Mittelpunkt des Besuches stand die Vertiefung der Beziehungen zum Ortsteil Wiesental, wo sich in der Nachkriegszeit viele Vertriebenen ansiedeln konnten. (Die BZ berichtete)
Im Blick zurück lässt sich der Erfolg der Begegnung ermessen: 1946 erfolgte die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Tepl. Butzbach übernahm 1954 die Patenschaft über die Vertriebenen an Stadt und Stift Tepl.  Über viele Jahrzehnte war der Kontakt leidlich vorhanden und brach letztlich ab. 2013 wurde die völlige „Sendepause“ zwischen Teplá und Butzbach beendet, als vorsichtige Annäherungen vom tschechischen Teplá aus gesucht wurden und in Butzbach auf Wohlwollen und offene Ohren trafen. Vorsichtig fand eine Annäherung in kleinen Schritten statt.
Voraussetzung zum Miteinander ist und bleibt dabei die Auseinandersetzung mit der schweren Vergangenheit, die beide Seiten belastet. Trotz Bürgermeisterwechsel 2014 in Teplá, der für jede Stadt einen Einschnitt markiert, wurden die Bestrebungen zum Miteinander vom neuen Bürgermeister Karel Hermann mit viel Umsicht, Mut und Beherztheit weitergeführt. Die Bürgermeister in Butzbach und Teplá sowie auch die beteiligten Vereine zogen an einem Strang: Die Aufarbeitung der Geschichte war erfolgreich. 2015 sprach Museumsleiter Dr. Wolf im Museum vor Gästen aus Butzbach und Tschechien „Zu Teplá und Butzbach- Zur Geschichte der Heimatvertriebenen in alter und neuer Heimat“ und 2016 konnte der engagierte  und leidenschaftliche Tepler Amateurhistoriker Ludvic Polacek im Butzbacher Museum die Ausstellung „Geschichte des Tepler Landes in Fotos und Dokumente 1860-1960“ präsentieren.
Was für Jahrzehnte undenkbar schien, wurde möglich. Als eine Butzbacher Delegation Teplá 2016 besuchte, öffneten Tepler die Häuser, die einstmals Vertrieben verlassen mussten. Ein großer Schritt und eine große versöhnliche Geste. Über Jahrzehnte war ein mögliches Zusammentreffen immer mit viel Angst und Schmerz besetzt, ja gefürchtet  –auf beiden Seiten. Aber beide Seiten zeigten den guten Willen und wollten das Miteinander. Treffend formulierte es Bürgermeister Karel Hermann beim Besuch in Wiesental: „Als wir uns damals zum ersten Mal trafen, hat wohl niemand von uns geahnt, was in nur drei Jahren aus einer Begegnung nur einiger Vertreter von zwei Städten noch dazu Hunderte von Kilometern entfernt, hervorgehen kann…. Es ist wohl eine große Wahrheit, dass man das Unrecht zwischen Völkern und zwischen den einzelnen Menschen aufarbeiten und vergehen lassen muss. Nicht weil es vergessen werden sollte, eher umgekehrt, damit es verschmerzt werden kann. Wir hatten wohl viel Glück, genügend Zeit gehabt zu haben, wir leben in einem Teil der Welt, wo es schon über 70 Jahre Ruhe und Frieden gibt.“ Und weiter: „Es gibt auch Leute, die haben ihre Vorfahren auf beiden Seiten, zu denen gehört auch meine Familie. Ich möchte nicht zwischen meinen Großmüttern auswählen, ich habe sie beide lieb gehabt.“ In wunderbarem Einklang waren denn auch Bürgermeister Michael Merle, die Wiesentaler Ortsvorsteherin Sabine Rothermund, Ehrenortsvorsteher Horst Mauder und Hildrun Barthlme von Heimatkreis Tepl/ Petschau, Hans Möller vom Vereinsring Butzbach, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Christine Borchers-Fanslau und die Wiesentaler Gäste als Hermann schloss: „Ich denke, dass unter uns etwas geschehen ist, auf das wir stolz sein können….!  Als freundschaftliche Geste hatten auch Wiesentaler in ihre privaten Häuser eingeladen und  freuten sich über die herzliche Begegnung.

Sep
24

Besuch zum 70 jährigen Bestehen des VDK Butzbach

Zum Jubiläumsfest des VDK am 9. September besuchte Dr. Jürgen Clauß aus Eilenburg Butzbach, um Glückwünsche vom Vorstand des VDK Eilenburg zu übermitteln.

Der Besuch wurde genutzt, um auch dieses Mal die menschlichen Kontakte zu vertiefen. Die Vorsitzende des SPV freute sich, auf Wunsch von Dr. Clauß das Butzbacher Museum im Wechsel mit der Gästeführerin Ulrike  von Vormann präsentieren zu können. Am Samstag blieb Zeit für die Führung durch die Komturkirche in Niederweisel. Obwohl sich der Wettergott arg launisch zeigte, konnte dann auch der Herzenswunsch des Eilenburgers erfüllt werden: „Das Wahrzeichen der Wetterau, die Burg Münzenberg, die wollte ich schon immer mal mit etwas Zeit besichtigen.“ Christine Borchers-Fanslau, Vorsitzende des SPV: „Es hat richtig Spaß gemacht, Dr. Jürgen Clauß ein paar Highlights unserer Region näher zu bringen, denn man spürt, dass sein Steckenpferd die Geschichte ist. Zusammen mit dem Ehepaar Krummel vom VDK Butzbach waren wir eine schöne kleine Gruppe. Abseits von Kirchen- und Burggeschichte  war das gemeinsame Frühstück am Sonntag ein schöner Abschluss für uns alle.“

Sep
20

Heimatkreis Tepl –Petschau feierte 25 jähriges Bestehen

Am letzten Wochenende feierte der  Heimatkreis Tepl-Petschau anlässlich des Bundestreffens in Bad Vilbel sein 25-jähriges Bestehen.

Zum Festabend waren nicht nur langjährige Mitglieder und Freunde gekommen, auch aus der Patenstadt Butzbach waren Gäste angereist, in vorderster Reihe der Butzbacher Bürgermeister  Michael Merle, der Geschäftsführer des Vereinsrings Hans Möller sowie der Vorsitzende Robert Werner und die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Christine Borchers-Fanslau. Den weitesten Weg hatten Freunde aus dem tschechischen Teplá.  Eine 6-köpfige Delegation unter der Leitung des Vize –Bürgermeisters Martin Klepal war eigens angereist und hatte eine kleine Ausstellung im Gepäck. Sie resümierte die Öffnung der Stadt Teplá nach Westen seit dem Jahr 2006. Gezeigt wurden Bilder der Treffen mit der Partnerstadt Konnersreuth sowie auch mit Butzbach. Ludvik Polacek, der bereits im letzten Jahr eine umfassende Ausstellung in Butzbach präsentierte, war auch dieses Mal der Autor. Weiterlesen »

Jul
21

Reise nach Paris und Saint-Cyr-l´Ecole

In der Zeit von Freitag, dem 20. Oktober bis Sonntag, den 22. Oktober 2017 werden der Städtepartnerschaftsverein Butzbach e.V. und der Gesangverein 1862 Kirch-Göns Paris und Saint-Cyr-L´Ecole besuchen. Alle, die Lust und Zeit haben mitzufahren, sind herzlich eingeladen mitzufahren.

In Paris werden die Topziele um den Eiffelturm mit der Anhöhe Chaillot-Anhöhe und dem Place Trocadéro besucht, je nach vorhandener Zeit auch der Etoile mit dem Arc de Triomphe. Die Reisenden können dann zwischen dem Besuch des Montmartre mit der Kirche Sacré Coeur oder der Ile de la Cité mit den berühmten Kirchen Notre Dame und Sainte Chapelle und der Conciergerie wählen.

Der Ausspruch „Paris ist immer eine Reise wert“ stimmt bis heute. Wer noch nie in Paris war, wird überrascht sein, dass die Stadt dem Bild, das man sich schon immer gemacht hat, doch ziemlich ähnlich ist. Wer ein zweites und drittes Mal nach Paris kommt, stellt erstaunt fest wie neu und anders diese Stadt doch jedes Mal wieder ist. Der Eiffelturm vermittelt immer wieder Weltstadtflair. Paris ist viel mehr als nur die Hauptstadt Frankreichs, es ist das Herz der „Grande Nation“. Die historische Mitte der Stadt befindet sich auf der Ile de la Cité. Ein Bronzestern vor Notre Dame markiert nicht nur das Zentrum von Paris, sondern auch den Nabelpunkt Frankreichs. Seit dem Mittelalter werden von diesem Punkt auf der Seine-Insel die Entfernungen zu allen französischen Städten berechnet. Ludwig IX., auch der Heilige genannt, ließ hier die vermeintliche Dornenkrone Jesus deponieren. Napoleon setzte sich in Notre-Dame selbst die Kaiserkrone auf, und die Charmeoffensive des neuen Präsidenten Emmanuel Macron führte die amerikanischen Gäste am diesjährigen Nationalfeiertag ebenfalls in die Liebfrauenkirche. Gleichzeitig lädt ein paar Straßen weiter der Place Dauphien mit Cafés zum süßen Nichtstun ein und gibt den Blick auf die älteste Seine-B rücke, die Pont Neuf, frei.

Der Gassencharme von Montmartre verfängt noch immer. Vom volkstümlichen Hügel des Montmartre hat man eine wunderbare Sicht über die Stadt. Das alte Künstlerviertel des 19. Jahrhunderts lädt zum Bummel durch die Ladenwelt ein. Manche Ladenlokale scheinen sich seit Jahren nicht verändert zu haben. Und im Amüsierviertel zieht die knallrote Leuchtreklame des Moulin Rouge die Touristen an. Kleine Momente des Glücks, Reizendes und typisches Flair lassen sich auf dem Montmartre und der Ile de la Cité immer wieder finden.
Gerahmt wird der große Auftritt der Metropole von den freundschaftlichen Begegnungen in Butzbachs Partnerstadt Saint-Cyr-l`Ecole, wo ein Spaziergang zum Rathaus und der Militärschule vorgestehen ist und ein Besuch der herbstlichen Gärten im Park von Versailles. Bei abendlichen Treffen und einem „verre de l´amitié“ wird man sich näherkommen und die freundschaftlichen Kontakte vertiefen. Untergebracht ist die Reisegruppe in Saint-Cyr im Hotel Kyriad.

Interessierte melden sich bitte unter der Mail-Anschrift: spv@stadt-butzbach.de oder der Telefonnummer: 06033 995 215 am Vormittag oder 06033 973952 am Nachmittag. Der Anmeldeschluss für die Reise ist am 20. August 2017.

Bild: Im Norden von Paris ist der Hügel des Montmartre mit 130 m Höhe die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Der wunderbare Blick über die Stadt und die malerische gelegene Basilika Sacré Coeur bezaubern die Besucher immer wieder.

Jul
12

Die Stadt Teplá ehrt Ehepaar aus Butzbach

Freundschaftliche Kontakte vertieft

Am Wochenende des 19. und 20. Mai hatte die Stadt Teplá zu einem reichhaltigen Programm eingeladen und zeigte sich als herzlicher Gastgeber.

Aus Butzbach waren  die beiden  Ehepaare Mauder und Stöber angereist, die eine herzliche Freundschaft mit Teplá verbindet. Eine städtische Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Michael Merle war vertreten. Begleitet wurde das Stadtoberhaupt von der Stadträtin Ilka Thum, dem Vorsitzenden des Vereinsrings Robert Werner und  Olaf Hoerschelmann von der Butzbacher Stadtverwaltung. Auch die beiden Betreuerinnen der Heimatstube Tepler Hochland in Butzbach, Hildrun und Gudrun Barthlme,  freuten sich wieder in Teplá zu sein.  Hildrun Barthlme ist auch Vorsitzende des Heimatkreises Tepl-Petschau e.V. Weiterlesen »

Jul
12

Malerische Landschaften der Emilia Romagna

Einladung zur Finissage am Sonntag

Am Sonntag, den 9. Juli geht die Ausstellung des Collecchieser Künstlers Claudio Cesari „Zwischen Apennin und dem Fluss Po“ im Museum Butzbach in der Färbgasse zu Ende. Um 11.00 Uhr lädt der Städtepartnerschaftsverein zur Finissage mit einem Glas Sekt sein. Durch die Ausstellung führt die Vereinsvorsitzende und Kunsthistorikerin Christine Borchers-Fanslau.

„Hütten auf dem Fluss Po“

„Hütten auf dem Fluss Po“

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Jul
12

Eilenburger besuchen Butzbach

Eine achtköpfige Delegation aus  Butzbachs Partnerstadt Eilenburg war zu Gast zum Weinfest in der „Perle der Wetterau“. 27 Jahre sind das sächsische Eilenburg und Butzbach nun verschwistert und der Austausch der beiden Stadtverwaltungen zieht sich wie ein roter Faden  durch die Beziehungen der beiden Städte. Konnte Butzbach nach der Öffnung der Mauer wichtige Hilfestellungen leisten, so profitieren nun beide Städte von den Gesprächen auf Verwaltungsebene.

Ein Erfahrungsaustausch erfolgte über Themen wie Ordnung  und Sicherheit, demographische Herausforderungen, Schulen, Kitas und Soziales.  Der Oberbürgermeister Ralf Scheler aus Eilenburg berichtete von der Wohnortkampagne „Lieblingsstadt Eilenburg- Das Beste an Leipzig“, damit verbunden über städtebauliche Planungen und Gewerbeansiedlungen. In Eilenburg steigen die Einwohnerzahlen wieder an.  Dank der Wohnortkampagne und der neuen schnellen  S- Bahnanbindung liegt die Einwohnerzahl bei mittlerweile über 16000. Ein Besuch der Energie und Versorgung Butzbach GmbH, EVB,  mit dem Geschäftsführer Michael Weiß, gab einen Überblick über die Versorgungswirtschaft.  Die Butzbacher Wohnungsbaugesellschaft mbH  wurde mit Sanierungsprojekten  und der Aufzeigung der aktuellen Lage  von Geschäftsführer Alexander Kartmann vorgestellt. Weiterlesen »

Jul
12

Auf den Spuren der Französischen Revolution

Zum Ausklang des Schuljahres 2016/17 stellte die Geschichtsreisen AG der IGS Schrenzerschule unter der Leitung von Jessica Gross am Donnerstag, den 22. Juni die Erlebnisse und die Ergebnisse der Nachbereitung Ihres einwöchigen Aufenthaltes in Paris und Saint- Cyr-L‘Ecole vor. Ende Januar 2017 war die Arbeitsgemeinschaft in der Isle de France.

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Jun
26

Europaministerium würdigt Arbeit des Städtepartnerschaftsvereins

Anlässlich des Besuches einer 30-köpfigen Delegation aus Butzbachs italienischer Partnerstadt Collecchio überreichte der Staatssekretär des hessischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister ( links im Bild), im Name von Staatsministerin Lucia Puttrich der Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau, eine Urkunde über eine Förderung in Höhe von bis zu 784.-€ zur Deckung eines Teils der Veranstaltungskosten. Ausdrücklich hob Mark Weinmeister das Butzbacher Engagement bei der Pflege und Ausgestaltung der Partnerschaft mit Collecchio in der Region Emilio Romagna hervor mit der das Land Hessen seit 25 Jahren eine aktive Partnerschaft unterhält. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

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