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Aug
28

Einladung zur Fahrt nach Verdun

Auf den Spuren gemeinsamer Geschichte

Anlässlich des 10jährigen Freundschaftsjubiläums zwischen Saint-Cyr-L’Ecole und Butzbach und dem
100jahrigen Jubiläum des Endes des 1. Weltkrieges wird die Stadt Butzbach und der
Städtepartnerschaftsverein vom 5.-7. Oktober zu einem Gedenk – und Festwochenende einladen
(weitere Informationen folgen). Am Freitag, den 5. Oktober wird von der Stadt eine Fahrt nach
Verdun angeboten, an der sich jeder Interessierte anschließen kann. In Verdun werden die
Butzbacher auf die Freunde aus der Partnerstadt Saint-Cyr-l`Ecole treffen und mit Ihnen am
Beinhaus / Ossuaire de Douaumont eine Gedenkveranstaltung gestalten bei der auch Jugendliche
aus beiden Städten dabei sein werden. Danach soll das Beinhaus selbst besichtigt werden wie auch
angrenzende Schützengräben.
Verdun –allein der Name steht für die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und ist Metapher für das
Grauen auf dem Schlachtfeld schlechthin. Der Artilleriedonner ist längst verhallt, und die Natur
überdeckt gnädig die schlimmsten Spuren, trotzdem sendet die Vergangenheit noch immer
Botschaften. Ob bei Bauarbeiten oder heftigem Regen werden noch immer Gebeine gefallener
Soldaten an die Oberfläche getragen.
Der Bischof von Verdun, Monseigneur Charles Ginisty, hatte bei der Besichtigung des Schlachtfeldes
gleich nach dem Waffenstillstand 1918 die Idee, den vielen Gefallene eine Grabstätte zugeben. So
entstand seit 1920 das Ossuaire / Beinhaus von Douaumont, das 1932 eingeweiht wurde. Offizielle
sollte das Beinhaus eine Nekropole für Frankreichs Gefallene werden. Aber auf dem Schlachtfeld
starben Deutsche und Franzosen, wie sollte man die Knochen auseinander halten? Man legte sie
ohne großes Aufsehen zusammen in die Gruft. Die sterblichen Überreste von zirka 130 000
namenlosen Toten sind im Beinhaus verwahrt.
Im September 1984 trafen sich in Douaumont der Präsident Francois Mitterand und Bundeskanzler
Helmut Kohl zu einer großen Versöhnungsfeier. Das Foto der beiden Staatsmänner, die sich vor dem
Beinhaus in Douaumont die Hände halten, ging um die Welt. Sie legten, im Gedenken an die Toten
auf deutscher und französischer Seite, Kränze nieder.
Das Zeichen, das beide Staatsmänner setzten, war ein Zeichen der Völkerverständigung, der
Versöhnung über den Gräbern. Aus den ehemaligen Erzfeinden sind Freunde geworden. Diesen Weg
der Geschichtsbewältigung und der Aussöhnung geht auch Butzbach in vielfältiger Form immer
wieder im Hinblick auf ein friedliches christliches Europa.
Die Fahrt nach Verdun startet am Freitag, den 5. Oktober pünktlich um 5.00 Uhr in der Frühe am
Bürgerhaus, gegen 10.00 Uhr wird man in Verdun eintreffen, die Gedenkfeier wird um 10.30 Uhr
starten: Musikalisch untermalt wird die Feier von den Klängen der französischen Feuerwehrkapelle,
der Saint Cyrienne, französische Vertreter des Jugendparlamentes, wie des Magistrates und
Vertretern von Vereinen werden anwesend sein, die Butzbacher werden dieses Engagement
spiegeln. Nach einem Essen wird man gegen 15.00 Uhr die Rückkehr antreten und zwar gemeinsam
mit den französischen Freunden, die dann am Wochenende bis zum 7. Oktober in Butzbach weilen

werden. Die Fahrt selbst ist kostenfrei. Kosten für Verpflegung und Eintritte müssen selber getragen
werden.
Anmeldungen für die Fahrt werden vormittags entgegen genommen unter der Telefonnummer
06033 995 215 oder unter der Mail-Anschrift spv@stadt-butzbach.de Bitte geben Sie bei der
Anmeldung Ihre Anschrift mit Telefonnummer an, diese Angaben werden ausschließlich zu
Informationen über diese Fahrt Zweck verwendet.